02.01.2018

Im Jahr 2018...


Ein kleiner persönlicher Ausblick aufs neue Jahr hat hier schon Tradition. Auch wenn ich der Silvester Nacht an sich wenig abgewinnen kann und das eigentliche Feuerwerk nicht selten verschlafe mache ich mir rund um den Jahreswechsel einige Gedanken über altes und kommendes.
Den alten Kalender noch einmal durchzublättern, furchtbar sentimental werden und dabei eine Richtung fürs neue Jahr finden gehört für mich einfach zu diesen Tagen. Konkrete Vorsätze gibt es nicht, aber so viele Dinge sind im Kopf und wollen geordnet, durchdacht und dann auch gemacht werden.

Nachhaltigkeit
Im letzten Jahr wollte ich zum Beispiel Stoffbeutel nähen um Obst und Gemüse unverpackt einkaufen zu können. Tja, so schnell ist das Jahr um, nichts ist passiert und das Gemüse kullert nach wie vor lose aufs Band. Ich habe 2017 sehr viele Anregungen für möglichst nachhaltigen Lebensstil und weniger Müllproduktion gesammelt. Ich habe das Zero Waste Buch von Shia Su verschlungen und war gewillt alles zu verändern. Fakt ist, an den "großen" Veränderungen scheitere ich kläglich. Mein Kastanienwaschmittel haben die Motten in Besitz genommen, im Dorf gibt es eben keinen Unverpacktladen nebenan und die Auswahl auf den "Märkten" ist auch nur so lala. Trotzdem kein Grund aufzugeben, ein nachhaltiger Lebensstil ist mir wichtig und es sind auch die kleinen Dinge die einen Unterschied machen. Ich bin dabei Putzmittel selber zu machen, trage meine Soulbottle immer und überall mit herum und habe endlich die nervigen Werbeprospekte abbestellt. Letzte Woche habe ich mir Bienenwachstücher als Frischhaltefolienersatz bestellt, darauf bin ich auch schon mega gespannt. Mit eben diesen kleinen Schritten werde ich auch 2018 weitermachen, ohne Druck und mit viel Spaß und Neugierde.

Kleiderschrank  
Nach den großen und kleinen Ausmistaktionen, die ich mittlerweile hinter mir habe könnte man meinen, dass nur mehr die wirklich geliebten Teile im Schrank sind. Zack, fallen mir auf der Stelle mindestens drei Sachen ein, die ich sofort weggeben würde. Ich bin also auch hier noch nicht fertig und werde weiter "minimalisieren". 2017 habe ich auf jeden Fall viel weniger Kleidung gekauft als in den Jahren davor. Das meiste Second Hand und ein paar faire Shirts von Armedangels sind auch schon im Schrank. Trotzdem habe ich heuer noch ein paar Ausnahmen gemacht und mir ein paar konventionelle Stücke bestellt. Ich suche prinzipiell alles erstmal auf Secondhand Plattformen und werde meistens fündig aber phasenweise nervt die Suche und die Kommunikation und überhaupt alles und dann greift man doch auf den Bestellbutton beim Modeschweden zurück. Der ganz große Plan für 2018? Erstmal gar nichts kaufen. Echt jetzt. Ich hab so viele tolle Sachen, die ich zu selten trage und gerade auch keine Lust einkaufen zu gehen.

Kosmetik 
Ich wiederhole mich, aber auch hier werde ich versuchen erstmal nichts zu kaufen. Ein striktes Kaufverbot gibt es nicht, denn sobald ich einen konkreten Vorsatz formuliere ist es sein Schicksal gebrochen zu werden. Gestatten, Inkonsequenz mein dritter Vorname. Nachdem ich mir den Alverde Adventskalender für Dezember gegönnt hatte, habe ich mir fest vorgenommen diesen Monat sonst keine Kosmetik zu kaufen. Das hat erstaunlich gut geklappt, aber ich hatte ja ein Zuckerl sozusagen :D Fakt ist, ich habe genug im Bad und sollte erstmal aufbrauchen. Ich horte zwar nichts wirklich (außer Zahnpasta :D) aber es sind meistens mehrere Sachen angebrochen, bei denen das Aufbrauchen dann auch eine Weile dauert. 2018 möchte ich auf jeden Fall alternative Haarwaschmethoden probieren (Roggenmehl usw.), einen Rasierhobel kaufen (wenn denn die Plastikdinger endlich leer sind) und vor allem wieder mehr selber rühren.

Familie
Letzter Punkt und eigentlich das Wichtigste an erster Stelle, immer und immer. Die zwei Jungs und ich. Ich bin so dankbar für diese beiden und sollte es ihnen so viel öfter sagen. Es ist mein fünftes Jahr als "liabste Mama auf da ganzn Welt" oder auch als "insertxbeliebigesSchimpfworthere" aka die böse Mama.
F Ü N F J A H R E
Das ist doch alles irre. Und lustig und höchst erstaunlich und über die Maßen anstrengend und fordernd und laut und bunt und so so wahnsinnig schön. Genauso will ich das für 2018, nur ein bisschen weniger Trotz und Gebrüll. Und ein bisschen mehr Ruhe und Gelassenheit meinerseits.

2018 will ich mich weiter bewegen und mutig sein. Ich will vieles schaffen und mir einen Küchentraum verwirklichen. Lernen, wie man Zimmerpflanzen am Leben hält und mich mehr im Garten beteiligen. Ich will noch mehr Schnee und Eiseskälte und mich dann auf den Frühling freuen. Diese Yoga Sache nocheinmal angehen und auch dabeibleiben. Wieder ans Meer, aber nicht zum Baden, sondern rauf in den Norden. Den Sommer am Fluss verbringen und öfter in die Sterne gucken. Metime genießen und auch die Zeit zu Zweit nicht vergessen. Einfach leben und dankbar sein.

Here we go 2018! Lasst mir gerne eure Gedanken zum Jahreswechsel da.

Pandas Mum.

1 Kommentar:

  1. Lauter schöne Vorsätze, und bis auf den Punkt mit den Kindern gehe ich da ganz konform mit dir :) Ich hab genug, brauche eigentlich nichts und die Zeit, die man sich beim Shoppen spart, kann man anderweitig sinnvoller investieren - wie du schon schreibst, zum Beispiel in Metime oder Zeit zu Zweit.
    Ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen - denn auch in deinem zweiten Vornamen finde ich mich wieder :D

    Liebe Grüße,
    Kati

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